„Schaltet mal bitte wer das Kopfkino aus ... ich muss SCHLAFEN!!!“ | blog | lukas°ebner

„Schaltet mal bitte wer das Kopfkino aus ... ich muss SCHLAFEN!!!“

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Wer kennt das nicht, die einen mehr die anderen Glücklichen weniger: Du liegst abends völlig erschöpft und hundemüde auf der Couch und beschließt endlich ins Bett zu gehen.
Du schleppst deinen Körper ins Bad, Zähneputzen, Pyjama überstreifen und dann endlich...rein ins Bett. Haaaaaa...wie herrlich! Du ziehst dir die Decke bis zum Kinn, vergräbst deinen Kopf in den Polster.
Und dann: „Treten sie ein, treten sie ein! Die Vorstellung beginnt in Kürze!“
Von wegen in Kürze, du steckst schon mitten drin in deiner persönlichen Spätvorstellung: „Habe ich die E-Mail verschickt? Wie fange ich meine Präsentation morgen nun am besten an, was werden meine Kollegen davon halten? Habe ich alles richtig gemacht? Ich muss auch noch das eine Projekt fertigstellen, sonst gibt’s wieder
Stress!...

Und dann beginnt alles sich im Kreis zu drehen. Immer wieder die gleichen Fragen, Situationen, in die man sich mental begibt und man versucht krampfhaft nach Lösungen zu suchen. Doch ganz ehrlich, wer bitte hat zu dieser Zeit jemals DIE zündende Idee oder DIE optimale Lösung für ein Problem gefunden?!
Wenn es da draußen jemanden gibt, der das geschafft hat, bitte melden, den muss ich kennenlernen.

Du schaust immer wieder auf die Uhr und siehst wie die Zeit, die du noch zum Schlafen zur Verfügung hast, schrumpft und schrumpft. Es macht dich wahnsinnig!
Nach gefühlten Stunden des
Wachliegens, Hin- und Herwälzens gibt sogar die hartnäckigste Dauerschleife auf und entlässt dich in deinen erlösenden Schlaf.

Wie kann es soweit kommen?

Warum schaffst du es nicht abzuschalten?

Du bist hundemüde, aber schaffst es nicht dich ins Bett zu legen und einzuschlafen?

Tja, mit diesen Fragen bist du nicht alleine, rund 11% der Erwachsenenbevölkerung Deutschlands stellen sich diese Frage und finden keine Antwort.

Hier findest du die Antwort auf deine Fragen:

Der Rhythmus vieler natürlicher Vorgänge in unserem Körper wird bestimmt durch unsere „Innere Uhr“. Seit Bestehen der Menschheit sorgt sie für geregelte Abläufe zu fixen Zeiten deines 24 Stunden Tages und richtet sich an einen fixen Tag/Nacht-Rhythmus, besser gesagt, sollte sie. Gehen wir mal von einem gesunden Rhythmus aus, so wird bei Sonnenuntergang das Schlafhormon Melatonin gebildet und seine Konzentration steigt bis zu Mitternacht an. Es sorgt nicht nur fürs Einschlafen, es bewirkt noch dazu eine Erhöhung eines natürlichen Tranquilizers (GABA), für eine gute Schlafqualität.
Wie schon mal erwähnt hat sich einiges getan seit der Steinzeit, nur deine
Innere Uhr hat sich noch nicht adaptiert und das wird sie auch nicht. Sie will unbedingt ihren eigentlichen Rhythmus beibehalten, aber die äußeren Umstände der heutigen Zeit bringen alles durcheinander:
Künstliches Licht (z.B Straßenbeleuchtung)
Blaues Licht (z.B. TV- oder PC-Bildschirm)
Lärmbelastung
Stress

Das sind nur einige wenige Punkte, die dafür sorgen, dass das sonst so perfekte Uhrwerk aus dem Rhythmus läuft.
Das Resultat: Du fühlst dich abends körperlich völlig erschöpft, aber dein Gehirn läuft auf Hochtouren.

Was kannst du nun tun, um einerseits deinem Gehirn klarzumachen, dass am Abend Schicht im Schacht ist und andererseits du deine Gedanken los wirst, bevor du ins Bett gehst?

1) Dein Schlafzimmer sollte bei Nacht wirklich abgedunkelt sein, dass so gut wie kein künstliches Licht deine wertvolle Ruhe stört oder anders gesagt, dass kein Reiz die Lichtrezeptoren in deiner Netzhaut kitzelt. Die sind nämlich dafür verantwortlich ob dein so kostbares Schlafhormon gebildet wird oder eben nicht. Keine Angst, große Umbauarbeiten sind nicht zwingend. Ein ordentlicher Vorhang, der das Straßenlicht dort lässt wo es eigentlich hingehört, tut es auch.

2) Vermeide mindestens eine halbe Stunde, besser wäre eine ganze Stunde vorm Zubettgehen, das bei uns allen so beliebte "Berieseln-Lassen" über das TV-Gerät oder den PC. Das dadurch ausgestrahlte Blaulicht hat massive Einwirkung auf unsere Schlafhormonausschüttung. Es hindert uns nicht nur beim Einschlafen, neue Studien haben gezeigt, dass auch die Tiefschlafphasen, in denen die Regeneration stattfindet, beeinträchtigt werden.
Generell hat jede Art von Kunstlicht einen hohen Anteil an blauem Licht, aber dir jetzt vorzuschlagen den Abend nur im Kerzenschein zu verbringen, geht dann glaube ich zu weit. Für all diejenigen, die Abends am PC arbeiten müssen gibt es unter
www.justgetflux.com eine hilfreiche Software (gratis) um seinen Bildschirm „schlafgerecht“ zu machen.

3) Wie kannst du dafür sorgen, dass deinem Kopfkino der Stoff ausgeht? Bei folgendem Tipp wirst du dir wahrscheinlich denken, ich bin übergeschnappt, aber er ist effektiv und eigentlich ganz einfach: In dieser schier endlosen Schleife deiner Gedanken kommen ja meistens die gleichen Themen auf.
Das Beste was du machen kannst:
Werde sie los bevor sie überhaupt erscheinen, indem du in der Stunde vorm Schlafengehen (ohne TV) anfängst eine Art Tagebuch zu führen. Schreibe alles nieder was dich beschäftigt, was am Tag so passiert ist, morgen passieren wird, wer oder was dich nervt und, lobe dich selbst. Trage ein was du erreicht hast, gut gemacht hast. Da Anerkennung und Lob seitens der Arbeitgeber anscheinend keinen Platz mehr im Arbeitsalltag haben, musst du dich halt selbst loben. Und keine Angst, in diesem Fall stinkt Selbstlob nicht! Im Gegenteil, es hilft dir klar zu werden, was du eigentlich tagtäglich leistest. Schreib dir die Seele vom Leib!

4) Alkohol sollst du vor dem Schlafengehen unbedingt vermeiden. Sobald du deinem Organismus Alkohol gibst, stellst du ihm eine Aufgabe und die heisst: Ich muss den Alkohol abbauen. Du zwingst ihn sozusagen nochmals tätig zu werden. Ein Pfiff, Stift oder eine Flöte Bier (Je nach Region sagt man anders dazu. Was ich meine sind 0,2l.) helfen dir vielleicht schläfrig zu werden, aber mehr solltest du dir nicht gönnen.

5) Wie bereits in den „3 Goldenen Strategien“ (erhältst du kostenlos mit dem Abonnieren des Newsletters) erwähnt, kannst du mit Ernährung deinen Schlaf beeinflussen. Du sollst darauf achten untertags tryptophanreiche Nahrungsmittel in deinen Speiseplan einzubauen. Der Grund dafür ist recht einfach: Aus Tryptophan entsteht Serotonin, aus Serotonin (macht dich ruhig, gelassen, zufrieden) wird Melatonin, unser Schlafhormon. Dazu sollte man wissen, dass unser Körper Tryptophan nicht selbst herstellen kann. Er ist auf dich angewiesen.
"Mutti, was gibts zum Essen?": Ei, Edamer, Knäckebrot, Lachs, Speisequark, Nüsse, Brie-Käse, Buchweizen, Dinkelbrot, Huhn, Rindfleisch, Avocado, Gurken, Karotten, Tomaten, Salat, Bananen, Erdbeeren, Wassermelone
...die Liste könnte ich noch weiter ausbauen, aber ich glaube daraus kann man sich schon was Leckeres zusammenstellen.

6) Und was immer hilft um abzuschalten ist...Bewegung. Kein Sprint, kein Marathon, nein, einfach ein gemütlicher Spaziergang am Abend um den Kopf freizukriegen. Spazieren gehen kommt einer Meditation gleich. Gehen ist bei einem Erwachsenen automatisiert, du musst deine Gedanken nicht damit verschwenden wie du es machst. Die können sich voll und ganz treiben lassen und alles bearbeiten was dich gerade beschäftigt.

Hier erhältst du die
"3 Goldenen Strategien"!

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Wenn du diese recht simplen Tricks umsetzt, dauert es nicht lange und dein Kopfkino kann zusperren. Wie auch sonst im Leben verlangt es Konsequenz, aber das ist ja für dich kein Problem!

Ich wünsche dir eine Gute Nacht,
Lukas



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