Was du um 14:00 Uhr unbedingt vermeiden solltest! | blog | lukas°ebner

Was du um 14:00 Uhr unbedingt vermeiden solltest!

Bildschirmfoto 2015-05-06 um 20.28.01

Das letzte Mal habe ich dir gezeigt wie egoistisch dein Gehirn eigentlich ist.
In diesem Artikel wird es noch unverschämter ...

Ein winziger Teil deines Gehirns (der
suprachiasmatische Kern) und eine kleine Drüse (Zirbeldrüse) bestimmen ganz genau wann du schlafen gehen musst und wann du fit genug zum „Spielen“ bist.
Das ist doch die Höhe.
Hättest du nicht gedacht, du wärst schon alt genug selbst zu bestimmen, wann du mit deinen Freunden spielen darfst und wann es für dich Zeit ist, ins Bett zu gehen?

Denkste!

Schon wieder bestimmt dein Gehirn über dich hinweg und das ist auch gut so!
Gäbe es diese Kontrolleinheiten nicht, würdest du schlaftrunken durch den Tag wandeln und energiegeladen die Nacht durchtanzen.
Ein verlockender, aber sehr ungesunder Lebenswandel.

Heute möchte ich mich speziell deiner aktiven, deiner leistungsfähigen Zeit widmen, die, genau wie dein Schlaf, durch deine
„Innere Uhr“ zeitlich festgelegt wird.
Ich zeige dir, wann deine
Leistungsfähigkeit ihre Höhepunkte erreicht und wann es für dich besser ist eine Pause einzulegen (=Leistungsfähigkeit gering).
Am besten ich erkläre dir erst mal folgende Grafik der Leistungsfähigkeit in 24 Stunden.

Leistungskurve_bearbeitet-1
Quelle: Wach und fit, J.Zulley,B.Knab, Mabuse Verlag, 2009, p.29;


Das ist jetzt kein Profil einer Achterbahn. Das sind natürliche, von deinen Kontrolleinheiten (suprachiasmatischer Kern und Zirbeldrüse) festgelegte Schwankungen deiner Leistung über 24 Stunden.
Ganz klar, Menschen sind verschieden. Es gibt Morgen- und Abendmenschen. Dabei verschiebt sich die Kurve um ± 1 Stunde.
Am besten aber du holst dir
HIER dein persönliches Diagramm.
Trage eine Woche lang, jeden Tag deine persönlichen
Leistungshochs und Leistungstiefs ein. Am Ende der Woche hast du dein durchschnittliches Leistungsprofil mit dem du deinen Arbeitstag perfekt abstimmen kannst.
Was ich damit meine, erkläre ich dir jetzt anhand der oben angeführten Abbildung, die die Leistungskurve eines Durchschnittsmenschen zeigt (weder Morgen- noch Abendmensch).
Wie sollte dieser seinen Tag gestalten um das Maximum an Leistung herauszuholen, ohne dabei seine Energiereserven zu plündern?

6:00 bis 8:00 Uhr: Der Wecker läutet! Der Organismus liefert den ersten Energieschub um den Tag zu starten.

8:00 bis ca. 9:30 Uhr: Es folgt ein leichter Leistungseinbruch. Dein Körper muss erst das Frühstück verdauen und bereitet ihn gleichzeitig für den ersten großen Leistungsschub vor.

9:30 bis 12:00 Uhr: Das ist die Zeit um kreativ zu sein, deine Konzentration ist am Höhepunkt des Vormittags angelangt. Man kann sein Leistungspotenzial voll ausschöpfen!

12:00 bis 13:00 Uhr: Die Leistungsfähigkeit fällt in den Keller. Es ist auf jeden Fall Zeit für Mittagessen. Wenn genug Zeit ist, wäre jetzt eine optimale Gelegenheit für eine kurze Entspannungseinheit: z.B. Atemübung oder sogar ein kurzes Nickerchen.

13.00 bis 15:00 Uhr: Tagestief!!! Versuche hier Termine für Besprechungen zu legen, denn sozialer Kontakt und Kommunikation halten einen wach. Vermeide auf jeden Fall in diesem Zeitraum einen Vortrag zu halten. Nicht nur du bist müde, auch deine Kollegen würden einen abgedunkelten Vortragsraum eher für ein Schläfchen nützen als konzentriert aufzupassen.

15:00 bis 16:00 Uhr: Der Tageshöhepunkt ist erreicht, das Langzeitgedächtnis ist mittlerweile auch schon aufgewacht und wartet darauf gefordert zu werden.
Diese Zeit nützen um noch einmal eine anspruchsvolle Aufgabe zu erledigen.

17:00 bis 18:00 Uhr: Ideale Zeit für Sport.

Ab 18:00 Uhr: Ab jetzt ist Entspannung angesagt um den Organismus auf die wohlverdiente Nachtruhe vorzubereiten.

Setze deine Pausen in deine Tiefs, wo dein Körper ohnehin nach Erholung verlangt!
Und ich kann es nicht oft genug betonen: In den Pausen so richtig abschalten!
Gib deinem Körper Zeit für Regeneration!


Wie du siehst, dein Gehirn gibt dir ganz genau vor was du wann tun sollst und was nicht. Ärgere dich nicht, dass du schon wieder einen Teil deiner hart erarbeiteten Selbstbestimmtheit deinem Gehirn überlassen musst, sondern nutze dies aus um deinen Arbeitstag optimal für dich zu gestalten!

Viel Spass dabei!

Lukas

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